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Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen

Christian Rätsch

Fast jeder Mensch in fast jeder Kultur nimmt täglich eine oder mehrere psychoaktive Pflanzen zu sich. Egal ob es sich um einen Amazonasindianer oder um einen Mitteleuropäer handelt. Gerade in der westlichen Welt ist der Gebrauch psychoaktiver Pflanzenprodukte sehr weit verbreitet. Aber wer denkt beim morgendlichen Kaffee, bei der ersten Zigarette, beim nachmittäglichen Wein oder beim Bier zum Fernsehen daran, daß diese Produkte aus psychoaktiven Pflanzen bestehen? Dieses Buch ist ein wichtiges Werk, das nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis die Welt der psychoaktiven Pflanzen systematisch erschließt. Alle wichtigen Pflanzen werden in Monographien dargestellt. Dabei werden alle relevanten Informationen zu Botanik, Geschichte, Aussehen, Anbaumethoden, Zubereitungsformen, Dosierungen, rituellen und medizinischen Verwendungen, Inhaltsstoffen, Wirkungen, Marktformen und Vorschriften gegeben.
Was sind psychoaktive Pflanzen
Der Gebrauch psychoaktiver Pflanzen
Die Erforschung psychoaktiver Pflanzen
Die Angst vor psychoaktiven Pflanzen
Psychoaktive Pflanzen als kulturschaffende Faktoren
Alle Gattungen und Arten von A-
Wenig erforschte psychoaktive Pflanzen
Angeblich psychoaktive Pflanzen
Psychoaktive Pilze
Kombinationspräparate
Pflanzenwirkstoffe und Neurotransmitter

Verlag: At-Verlag
Erschienen: Mai 2002
ISBN: 3855025703
Kosten: 99 EUR
Buchdaten: 768 Seiten, Format 19,5 x 26,5 cm, Über 900 farbige und 800 schwarzweisse Abbildungen, Durchgehend farbig gedruckt, Gebunden, Schutzumschlag


Buchbesprechung


ENZYKLOPÄDIE DER PSYCHOAKTIVEN PFLANZEN
Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen
Christian Rätsch
AT Verlag, Aarau/Schweiz, 1998 - ISBN 3-85502-570-3

Korkrindenbäume. Matateesträuche. Yohimbé-Bäume. Chacruna. Paspalum-Mutterkorn. Energy Drinks. Orientalische Fröhlichkeitspillen. Und fast 1000 Seiten mehr davon - allein das (kleingedruckte!) Stichwortverzeichnis ist dreissig Seiten lang.

Als der Altamerikanist und Ethnopharmakologe Christian Rätsch 1995 (ebenfalls beim Aarauer AT Verlag) seine “Pflanzen der Liebe”, einen faszinierenden Ueberblick über Aphrodisiaka, veröffentlichte, gingen wir davon aus, dass wir von ihm noch weitere solche nicht nur prächtig gestaltete, sondern auch hochinteressante Werke erwarten dürfen. Dass sein jetzt vorliegendes neuestes Werk gleich ein solcher umfassender und bestimmt welt-erster Klassiker sein werde, haben wir aber wohl kaum erwartet.

Gerade in jüngster Zeit ist das Interesse an psychoaktiven Pflanzen wieder stark erwacht. Es entwickelt sich ein schwunghafter (und zeitweise illegaler) Handel mit Pilzen, Blüten, Wurzeln, Baumrinden und Kräutern aller Art, die zum Teil in der Alternativ- und Herbalmedizin schon seit Jahrhunderten bekannt sind und sorgfältig verwendet werden, von denen aber ein anderer Teil in den betont psychadelischen Sechziger- und Siebziger Jahren Scharen von Drogengurus, Hippies und Blumenkindern dazu veranlasste, heisshungrig suchend auf Wiesen und in Wäldern herumzukriechen. Ein weiterer Teil der Fülle an paychoaktiven Pflanzen ist jedoch auch ganz einfach gefährlich. Dass Rätsch gerade in dieser Zeit des erneuten Interesses dieses Werk vorlegt, wird mithelfen - so hoffen wir! - diese geheimwissenschaftliche Welt zu demystifizieren und zu versachlichen (was ihm ja beispielsweise mit seinen “Pflanzen der Liebe” ausgezeichnet gelungen ist).

Erneut prächtig bebildert und übersichtlich aufgebaut, bietet diese gewaltige Enzyklopädie zwar kurz gehaltene, aber dennoch (oder gerade deshalb) umfassende und verständliche Information (und zwar Information als eigentliche Belehrung!). Sie ist ein unschätzbares Nachschlage- und Referenzwerk für die Fachwelt und den interessierten Laien zugleich. In diesem Sinn hat der Autor mit wohl gewaltigem Aufwand und Einsatz, sowie mit hartnäckiger wissenschaftlicher Akribie einen wertvollen Beitrag zum Schatz des menschlichen Wissens geleistet.

Christian Rätsch (1957) hat als Altamerikanist und Ethnopharmakologe mehrere Jahre unter südamerikanischen Indianern gelebt und ist ein wahrer Weltreisender. Er ist erfolgreicher Autor mehrerer Fachbücher, deren Substanz und Inhalt im Wesentlichen auf seiner eigenen Forschung beruhen. Sein nächstes Werk “Hanf als Heilmittel” geht demnächst in Druck.

Roland Nyffeler Dietlikon/Schweiz 1998

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